Erkrankungen der Prostata und unsere Behandlungsmethoden

Operative Behandlung des gutartigen Prostatasyndroms (BPS)

Da unsere Klinik für Urologie auf dem neuesten Stand der Technik ist, können wir Ihnen unterschiedliche Therapieverfahren anbieten. So gelingt bei kleineren oder mittelgroßen Prostata-Volumina die Entfernung von Prostatagewebe endoskopisch über die Harnröhre. Hierbei erfolgt mittels einer sehr feinen bipolaren Elektroschlinge die Abtragung von Prostatagewebe als modernes minimal invasives Verfahren, kurz TURis genannt. Im Gegensatz zur klassischen TUR der Prostata kommt bei diesem Verfahren Kochsalzlösung als Spül-Lösung zur Anwendung. Somit sind kritische und schwerste Komplikationen wie das TUR-Syndrom weitgehend ausgeschlossen.

Bei größeren Prostatavolumen steht uns ein weiteres endoskopisches Verfahren durch die Harnröhre zur Verfügung. Dabei nutzen wir die moderne Lasertechnik wobei ein Urobeam-Gerät verwendet wird. Vorteile dieses Verfahren sind vor allem die schonende Entfernung von Prostatagewebe und der geringe Blutverlust. Ebenso können wir Vaporisationsverfahren (Verkochungsverfahren) anbieten.

Bei sehr großen Prostata-Vergrößerungen stehen natürlich die offen-chirurgische OP-Verfahren nach wie vor zur Verfügung. Dies insbesondere bei kombinierten Diagnosen wie z. B. große Blasensteine oder ausgeprägte Harnblasendivertikel.

Prostatakarzinom (Tumorerkrankung der Prostata)

Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart beim Mann mit jährlich rund 60000 Neuerkrankungen. Eine hochspezialisierte und individualisierte Behandlung steht in unserer Klinik im Vordergrund. Unsere Klinik ist ein ausgewiesenes Zentrum der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms, der bösartigen Erkrankung der Vorsteherdrüse (Prostata). Unser Behandlungskonzept wurde mehrfach ausgezeichnet. Dazu stehen uns moderne medikamentöse Therapie-Verfahren ebenso wie hochmoderne OP-Verfahren zur Verfügung. Eine unabhängige Patientenberatung ist uns dabei äußerst wichtig.

Prostata bedingte Blasenentleerungsstörungen (gutartiges Prostatasyndrom – BPS)

Aufgrund einer gutartigen Vergrößerung der Prostata leidet jeder vierte Mann über 50 Jahren an Blasenentleerungsstörungen (Benignes Prostatasyndrom – BPS). In frühen Stadien der Erkrankung ist häufig eine medikamentöse Behandlung möglich. Im fortgeschrittenen Stadium des BPS ist eine weiterführende Therapie je nach Schweregrad der Erkrankung erforderlich. Dazu können wir mit hochmodernen Verfahren Prostatagewebe durch die Harnröhre schonend entfernen.

Vollständige Entfernung der Prostata beim Prostatakarzinom (Radikale Prostatovesikulektomie)

Die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich des feingeweblich nachgewiesenen Krebses können in einem auf die Prostata begrenzten Stadion häufig zu einer vollständigen Heilung führen. Die Diagnostik und Therapie wird für jeden Patienten individuell besprochen und festgelegt. Entscheidet sich der Patient für eine operative Therapie, erfolgt die Entfernung der Prostata in unserem Hause retropubisch, durch einen mäßig-kleinen Hautschnitt oberhalb der Schambeinfuge, extraperitoneal (außerhalb des Bauchraums). Durch schonende moderne OP-Verfahren gelingt es uns in der Regel die für die Erektion notwendigen Gefäßnervenbündel (Erektionsnerven) zu erhalten. Um dennoch ein sehr gutes onkologisches also tumorfreies Ergebnis zu erreichen, erfolgt während des Eingriffs eine spezielle Schnellschnittdiagnostik zum Nachweis der Tumorfreiheit in den Absetzungsrändern. Um diese besonderen feingliedrigen Strukturen im OP-Gebiet sehen zu können, verwenden wir Lupenbrillen. Das Ziel der Operation muss grundsätzlich die Heilung sowie der Erhalt der Harnkontinenz und Potenz (soweit möglich) sein.

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Aktuelles aus dem AKH-Viersen

Alle Beiträge
26.10.2020

Besucherstopp ab dem 26.10.2020

Auf Empfehlung des Gesundheitsamtes und aufgrund der derzeitigen, zunehmenden Corona-Infektionen, möchten wir Sie über eine geänderte Besucherregelung informieren. In der aktuellen Situation ist es wichtig, die Weiterverbreitung des Virus so gut es geht zu vermeiden. Zum einen möchten wir unsere Patientinnen und Patienten, aber auch unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor einer Ansteckung bestmöglich schützen, um […]

28.08.2020 AKH Viersen Poliklinik

Neue Besucherregelung ab sofort

Ab sofort sind eingeschränkte Besuche unter speziellen Vorgaben wieder möglich. Alle relevanten Informationen dazu finden Sie auf unserer Übersicht. Bitte bringen Sie bei Ihrem Besuch unseren Covid-Fragebogen ausgefüllt mit oder füllen Sie diesen an unserem Empfang aus. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Besuche nur nach diesen Vorgaben möglich sind. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

07.04.2020

Über 1000 Masken für das AKH!

Es ist kaum zu glauben! „Diese Unterstützung ist einfach beeindruckend!“, betonen auch die Geschäftsführer Dr. Thomas Axer und Kim-Holger Kreft. Eine Woche nach dem Start des Aufrufes sind über 1000 selbstgenähte Masken im AKH Viersen eingegangen.

12.02.2020

3. Viersener Onkologietag:
11. März 2020 – 15:30 bis 20:00 Uhr

Auch wenn wir bisher noch keinen nachgewiesenen Fall zu verzeichnen haben, wollen wir – wie andere Krankenhäuser und die Krankenhausgesellschaft NRW auch – den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) folgen und vorsorglich und präventiv größere Veranstaltungen derzeit nicht durchführen.

Der 3. Viersener Onkologietag wird bei Besserung der Gesamtlage entsprechend der RKI-Maßgaben nachgeholt. Hierzu werden wir selbstverständlich rechtzeitig einladen.