Unsere Behandlungsschwerpunkte

Angiologische Interventionen (Becken-Bein, Viszeral, Niere, Carotis, Schulter, Arm)

Nach entsprechender Vordiagnostik (Anamnese, klinische Untersuchung, Doppler-Verschlussdrucke, farbkodierte Duplexsonographie, MRA bzw. CTA) führen wir regelmäßig angiologische Interventionen durch. Dafür können in beiden Herzkatheterlaboren digitale Subtraktionsangiographien durchgeführt werden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung von Stenosen und Verschlüssen im Bereich der Becken-Bein-Arterien. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von hochgradigen Stenosen der Halsschlagader (A. carotis) und der Schulter-Armarterien (A. subclavia, Truncus brachiocephalicus). Die Indikationsstellung für diese Eingriffe erfolgt interdisziplinär nach neurologischer und neuroradiologischer Vorstellung. Die interventionelle Behandlung von Nierenarterienstenosen erfolgt bei geeigneten Patienten mit arteriosklerotischer Stenose oder fibromuskulärer Dysplasie nach dem Nachweis einer hämodynamischen Relevanz durch die Duplexsonographie. Die Patienten, die für diese Eingriffe in Frage kommen, werden vor dem Eingriff und im weiteren Verlauf in unserer KV-Sprechstunde gesehen.

Elektrophysiologische Untersuchungen mit Ablation

Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist eine spezielle Herzkatheteruntersuchung bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Wurde der Mechanismus der schnellen Herzrhythmusstörung bei einer EPU gefunden, kann in vielen Fällen während der gleichen Sitzung auch die Behandlung durch eine Katheterablation mit Hochfrequenzstrom vorgenommen werden. Die bei uns durchgeführten EPUs werden in der Regel von einer oder zwei Leistenvenen durchgeführt. Wir behandeln durch Ablation in unserer Klinik nur Vorhofrhythmusstörungen wie Vorhofflattern, AV-Knoten Reentrytachykardien oder AV-Reentrytachykardien.

Schrittmacherimplantationen (SM, ICDs, biventrikuläre SM-Systeme)

Die mechanische Funktion (Kontraktion) des Herzmuskels ist elektrisch gesteuert. Wir nennen das elektromechanische Koppelung. Der elektrische Impuls für jede Herzaktion entsteht im Sinusknoten im rechten Vorhof und breitet sich von dort über das ganze Herz aus. Die Erregungs- (Depolarisations-) Welle muss dabei auch den AV-Knoten passieren, der zwischen den Vorhöfen und den Kammern gelegen ist. Erkrankungen des Sinusknotens und des AV-Knotens sind die häufigsten Ursachen für einen niedrigen Puls oder ein vollständiges Aussetzen der Herzaktion. Beides kann zu Schwindel und einer verminderten Leistungsfähigkeit oder auch zu einem Ohnmachtsanfall (einer Synkope) führen. Durch das Einsetzen eines Schrittmachers können diese Zustände wirksam behandelt werden. Die meisten der eingesetzten Schrittmachersysteme können sowohl im rechten Vorhof als auch in der rechten Herzkammer stimulieren und somit die Störungen der Erregungsbildung und -weiterleitung wirksam beheben. Sie stellen eine effektive Therapie der „langsamen Herzrhythmusstörungen“ dar. Interne Cardioverter Defibrillatoren (ICDs oder auch Defis) sind Schrittmachersysteme, die gefährliche „schnelle Herzrhythmusstörungen“ wie ventrikuläre Tachykardien oder auch Kammerflimmern beenden können. Diese Systeme werden nach einem überlebtem Kammerflimmern oder prophylaktisch bei Hochrisikopatienten mit schlechter Pumpfunktion der linken Herzkammer eingesetzt. Biventrikuläre Schrittmachersysteme dienen der sogenannten cardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Sie werden meistens bei Patienten mit kompletten Linksschenkelblock und schlechter Pumpfunktion der linken Herzkammer eingesetzt und sind in der Regel mit einem ICD kombiniert.

Perkutane Koronarinterventionen

Unter perkutanen Koronarinterventionen (engl. Abkürzung PCI) verstehen wir therapeutische Eingriffe an den Herzkranzarterien, die im Anschluss an diagnostische Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt werden. Nach der Passage der Engstelle oder des Verschlusses der Koronararterie mit einem dünnen Draht wird die Läsion mit einem Ballon aufgeweitet. Anschließend erfolgt fast immer die Implantation eines Koronarstents. Moderne Stents sind Maschendrahtgeflechte, die aus sehr widerstandsfähigen Metalllegierungen wie Cobaltchrom bestehen und mit Medikamenten beschichtet sind, die Widerverengungen (Restenosen) durch das
Einwachsen von Muskelzellen aus der Gefäßwand verhindern. Wir führen regelmäßig komplexe Koronarinterventionen durch. Dabei wird z.B. auch der Hauptstamm der linken Kranzarterie behandelt oder es werden chronische Koronararterienverschlüsse wiedereröffnet. Bei sehr verkalkten Engstellen, die sich
mit Ballons nicht dehnen lassen, kommt die Methode der Rotablation zum Einsatz.
Fast die Hälfte der bei uns durchgeführten Koronarinterventionen (etwa 850 pro Jahr) erfolgen bei Patienten mit Herzinfarkt (NSTEMI oder STEMI).

Diagnostische Herzkatheteruntersuchungen

Wir führen pro Jahr etwa 1900 diagnostische Herzkatheteruntersuchungen durch. Untersucht werden dabei unter Verwendung von Kontrastmittel und Röntgentechnik die Herzkranzarterien (die Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut und somit Sauerstoff versorgen) und oft auch die linke Herzkammer. Diese Untersuchungen, die wir auch Linksherzkatheteruntersuchungen nennen, werden in der Regel über die Handgelenksarterie (A. radialis) oder die Leistenarterie (A. femoralis communis) durchgeführt. Bei speziellen Fragestellungen kann eine Linksherzkatheteruntersuchung auch eine Darstellung der Aorta und das Messen des Druckgradienten über der Aortenklappe beinhalten. Bei mittelgradigen oder mittel- bis höhergradigen Engstellen, deren funktionelle Bedeutung nicht klar ist, führen wir Druckdrahtmessungen durch, um die funktionelle Relevanz zu klären. Bei einer Rechtsherzkatheteruntersuchung wird über eine Punktion der Leistenvene (V. femoralis communis) oder einer Armvene (V. cubitalis) das rechte Herz (rechter Vorhof und rechte Kammer) und die Verhältnisse im Lungenkreislauf untersucht.

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14.01.2019 Onkologietag

2. Viersener Onkologietag

Wie bereits im vergangenen Jahr veranstaltet das Allgemeine Krankenhaus Viersen auch in diesem Jahr wieder den „Viersener Onkologietag“, um Ihnen aktuelle Informationen zu Behandlung und Vorsorge bei onkologischen Erkrankungen zu geben.

17.12.2018 Elternschule

Elternschule 2019 – Hurra, unsere neue Broschüre ist da!

Die neue Broschüre zum Programm 2019 der Elternschule ist da! Ab sofort können Sie sich hier zu unserer Hebammensprechstunde, Stillambulanz und unserem Schwangerschafts-Kursangebot informieren. Außerdem erwarten Sie wieder zahlreiche Kurse, Treffs und Schulungen für die Zeit nach der Geburt.

14.12.2018 Kreißsaalführung

Unsere Termine für Kreißsaalführungen 2019

Werdende Eltern, die sich bereits vorab über die Ausstattung unserer modernen Kreißsäle informieren möchten, haben die Möglichkeit, an unseren regelmäßigen Kreißsaalführungen teilzunehmen.

Im Folgenden sehen Sie unsere Termine für 2019

04.10.2018 Gelenkersatz

Patientenseminar „Probleme mit Gelenkersatzprothesen“ am 09. Oktober 2018

Unsere Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Peter Könings versorgt Sie in jeder orthopädischunfallchirurgischen Lebenslage mit hoher fachlicher Expertise. Liebe Patientinnen und Patienten, besonders die Kniegelenke und die Hüfte sind mit zunehmendem Alter von Verschleißerkrankungen betroffen. Sind hier alle konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft, wird oft ein künstlicher Gelenkersatz notwendig, um Lebensqualität […]