Koronardiagnostik

Die Koronarangiographie wird im Rahmen der Diagnostik zur Darstellung der Herzkranzarterien für die Beurteilung von Engstellen, Verkalkungen und anderen Ablagerungen an den Gefäßwänden durchgeführt. Die Koronarangiographie ist nach wie vor die genaueste Methode zum Nachweis von Veränderungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen, des Herzmuskels oder angeborener Herzfehler.

In unserer Klinik führen wir die Untersuchung in der Regel im Rahmen eines zwei- bis dreitägigen stationären Krankenhausaufenthaltes durch. Zu dieser - wenn auch nur gering belastenden - invasiven Untersuchung müssen naturgemäß die Notwendigkeit (ärztliche Indikation) gegeben sein sowie eine Reihe von Voruntersuchungen vorliegen.

 


Röntgenaufnahme vom Herz
Nachdem Kontrastmittel durch den Katheter eingespritzt wurde, sind die Herzgefäße auf der Röntgenaufnahme (im Vordergrund) gut erkennbar.


Nach einer örtlichen Betäubung der Leistenregion wird zunächst ein dünner flexibler Draht zur Schienung in das Blutgefäß geschoben. Über diesen Führungsdraht wird die so genannte Schleuse aufgeschoben. Die etwa 10 cm lange Schleuse verbleibt allein im Gefäß und sichert in der Leiste den Zugang zur Arterie. Über den seitlichen Stutzen wird kontinuierlich der Blutdruck (jeder Schlag in Echtzeit) gemessen. Zusammen mit der durchgängigen EKG-Kontrolle wird so für die Sicherheit der Patienten gesorgt.

Unter Röntgenkontrolle wird dann der Führungskatheter ohne Schmerzempfindung bis an das Herz hochgeschoben und anschließend vorsichtig in die Mündung des Kranzgefäßes eingelegt, ohne das Gefäß vollständig zu verschließen. Durch den Katheter wird das Röntgenkontrastmittel eingespritzt und das Gefäß als Baum mit Ästen dargestellt. Mögliche Einengungen (Stenosen) oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße werden auf diese Weise sichtbar.