Schwangerschaftsdiabetes

Jede während einer Schwangerschaft festgestellte Störung des Zuckerstoffwechsels wird zunächst als Gestations- bzw. Schwangerschaftsdiabetes bezeichnet. Nicht unter diese Form der Diabetes fallen Frauen, bei denen vor der Schwangerschaft Diabetes (meist Typ 1) diagnostiziert wurde.

Der Grund, warum rund 2,5 Prozent der Schwangeren unter diese Form der Diabetes leiden, ist bisher weitgehend unklar. Allgemein geht man aber davon aus, dass die Schwangerschaft den Hormonhaushalt so beeinflusst, dass es zu einem veränderten Insulinaufnahme durch den Körper kommt. Die Schwangere leidet dann vermehrt unter Harnwegsinfektionen und die Gefahr einer Gestose, also einer schwerwiegenden Schwangerschaftskomplikation, steigt. Besonders für das Kind können sich gravierende Folgen aus diesem Krankheitsbild entwickeln, wozu unter anderem eine unterentwickelte Lungenfunktion gehört.

Bereits während der Schwangerschaft sollten sich werdende Mütter auf Diabetes untersuchen lassen. Gleiches gilt für das ungeborene Kind. Wird eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, so stehen besonders die Ernährungsgewohnheiten der Mutter im Mittelpunkt der Behandlung.