


Ein Kreuzbandriss am Knie gehört zu den häufigsten Bandverletzungen beim Menschen. Die kleinfingerdicken Faserbündel des vorderen Kreuzbandes sind für die Stabilität des Kniegelenkes von zentraler Bedeutung. Bei einem Riss kommt es zum typischen Wegknicken mit Herausrutschen des Unterschenkels. In den vergangenen 20 Jahren wurden Kreuzbandrisse in der Regel durch das Einsetzen von synthetischen Materialien behandelt. Diese Methode ist in den vergangen Jahren durch die Verpflanzung einer körpereigenen Sehne ersetzt worden. Dabei werden in einer Operation Teile der Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder Oberschenkelsehnen als körpereigene Alternativen genutzt. Auch wenn die Entnahme und anschließende Verpflanzung relativ kompliziert erscheint, sind die Heilungschancen gut. Dies ist jedoch abhängig von weiteren Zusatzverletzungen und der allgemeinen Konstitution des Patienten.
Nach der Knieoperation muss der Patient in der Regel mehrere Monate eine Prothese zur Stabilisierung tragen. In der Regel ist nach rund sechs Monaten die Belastbarkeit des Knies wieder hergestellt.