

Mit zunehmendem Alter lässt die Funktion vieler Gelenke nach. Diese Verschleißerscheinungen hängen in der Regel mit einer Erkrankung des Knorpels, der Gelenkschleimhaut oder der Gelenkflüssigkeit zusammen, was zu einer Verminderung der Gleitfunktion des Gelenkes führt. Das Krankheitsbild wird als Arthrose bezeichnet. Um den Abrieb der Gelenke zu verlangsamen, wird in der konservativen Behandlung zunächst auf eine medikamentöse Therapie und physikalische Maßnahmen gesetzt, wozu besonders Krankengymnastik zählt. Die Knieendoprothetik bezeichnet die operative Behandlung der Gelenkstruktur zwischen Oberschenkel und Schienbein durch einen künstlichen Gelenkeinsatz.

Während der Operation werden die zerstörten Knochen- und Knorpelreste entfernt. Der verbleibende Knochen wird so geformt, dass Teile der Prothese optimal eingesetzt werden können. Zugleich wird am oberen Ende des Schienbeins eine Metallplatte angebracht, vorauf ein bewegliches Kunststoffgleitlager befestigt ist. Hierdurch wird die Reibung zwischen Ober- und Unterschenkelprothesenteil so gering wie möglich gehalten. Vor einem Eingriff erläutert der behandelnde Arzt den genauen Ablauf der Operation. Nach einem stationären Aufenthalt von 5 bis 12 Tagen kann die Rehabilitationsphase beginnen.